Die Behörden werfen der Gruppierung „United Tribuns“ eine „Vielzahl teilweise schwerster Straftaten“ vor. Seit Mittwochmorgen gibt es Razzien in neun Bundesländern.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die rockerähnliche Gruppierung „United Tribuns“ wegen krimineller Machenschaften verboten. Sie sei unter anderem für Sexualstraftaten, Menschenhandel und versuchte Tötungsverbrechen verantwortlich, erklärte Faeser am Mittwoch in Berlin. Diese stehen nach Angaben der Behörden meist im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen innerhalb der Rockerszene, zum Beispiel mit Rivalitäten zu den „Hells Angels“.

Viele Beamte in Baden-Württemberg beteiligt

Die Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen Privatwohnungen und Vereinsräume der Gruppe in neun Bundesländern. Nach Auskunft des Landesinnenministeriums in Stuttgart waren in Baden-Württemberg rund 100 Beamte in fünf Objekten von Vorstandsmitgliedern der „United Tribuns“ im Einsatz. Durchsucht wurden Privatwohnungen und Vereinsräume in den Regionen um Konstanz, Reutlingen und Pforzheim sowie im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm. Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, das Verbot sei ein weiterer bedeutsamer Schlag gegen die organisierte Rockerkriminalität.

Knapp 100 Mitglieder der „United Tribuns“ bundesweit betroffen

Der Gesamtverein sowie die 13 Chapter der „United Tribuns“ als Teilorganisationen wurden aufgelöst, das Vereinsvermögen beschlagnahmt. Von dem Verbot seien nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts knapp 100 Mitglieder in Deutschland betroffen, erklärte das Bundesinnenministerium.

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